Der Ablauf ist immer ähnlich: Auf die Provokation folgt die Empörung der anderen, mit der Empörung kommt die Aufmerksamkeit, mit der Aufmerksamkeit erreicht man ziemlich viele Menschen. „In der breiten Öffentlichkeit angekommen, kann man dann Inhalte platzieren“, sagt Stefan Petzner, ein ehemaliger Funktionär der österreichischen Rechtspopulisten. „Kurze Zeit später kann man dann relativieren oder man sagt, die Medien hätten alles verdreht.“

Der Steirer kennt die Tricks genau, schließlich hat er sie früher selbst oft genug angewandt. Als Vertrauter und Sprecher des langjährigen FPÖ-Chefs Jörg Haider managte Petzner erfolgreiche Wahlkampagnen, später machte er Politik als Parlamentarier für das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ). Inzwischen ist Petzner parteilos, politisch in die Mitte gerückt und gefragter Kommunikationsberater in Wien. „Die gezielte Provokation, die die AfD intern empfiehlt, ist ein einfaches, aber bewährtes Konzept“, sagt er.

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hatr