Anis Amri, 178 Zentimeter groß, etwa 75 Kilogramm schwer, schwarze Haare, braune Augen, ist im Juni 2015 nach Deutschland eingereist und hat Asyl beantragt. Er lebte zunächst in Freiburg, dann in Nordrhein-Westfalen, seit Februar soll er sich vor allem in Berlin aufgehalten haben. Im Sommer dieses Jahres wurde sein Antrag auf Asyl abgelehnt. Und jetzt hat Anis Amri wohl genau das getan, was man ihm seit Monaten zutraute.

Warum konnte man das nicht verhindern? Seit fünfzehn Jahren ist das der Albtraum aller Staatsschützer: Es passiert etwas, und dann ist der mutmaßliche Täter jemand, den man schon auf der Liste hatte. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA, seit man sich im Westen also intensiv mit islamistischen Terroristen beschäftigt, gilt ein Fall wie der in Berlin als worst case: Hat der Staat einen Gefährder erkannt, ist aber daran gescheitert, ihn vom Schlimmsten abzuhalten?

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hatr