Introducing: Dossier
Ohne großes Tamtam: Wir, Chris, Hannah und ich, haben etwas entwickelt; noch hat es keinen Namen, bloß den Arbeitstitel “Dossier”. Vorne weg, um allem vorzubeugen: Die Grafiken sind als visuelles Beiwerk gedacht. Kommentare zum Design sind nicht notwendig, da es noch keines gibt.
Worum es geht?
Simpel: Was wir machen, ist eine Seite, auf der ihr die besten Artikel zu aktuellen Debatten findet. Und zwar die besten Pro- und die besten Kontra-Artikel (ja, auch die besten abwägenden, die in eine neutrale Spalte fallen). Was ist der beste Pro-/Kontra-/Neutral-Artikel? Natürlich der, der die jeweils meisten Stimmen (Upvotes) bekommen hat. Warum machen wir das? Weil es das nicht gibt. Vor allem aber, weil es furchtbar praktisch ist.
Schauen wir uns die Nachrichten an: Ein großer Teil der Neuigkeiten wird dominiert durch Debatten: Sarrazin, PID, Zensus, Osama tot – gut oder schlecht? – Apples iPhone, iPad, Lokationsdaten, Guttenberg-Doktorarbeit. Wir könnten noch Stunden weiter schreiben, so viele Debatten werden geführt. Aber wie genau verschafft man sich einen Überblick?
a.) Ihr habt eine Stammzeitung und verlasst euch auf deren Berichterstattung (haha)
b.) Ihr sucht bei mehreren Zeitungen gezielt nach dem Thema
c.) Ihr vertraut euren Twitter-Followings
d.) Rivva/Newshype und ähnliche Aggregatoren
Egal, welchen Weg ihr nehmt: Um wirklich Plan zu haben, müsst ihr einen immensen Aufwand betreiben. Das ist ein bisschen dumm und sehr unnötig. Wäre doch top, wenn man die alle an einem Punkt finden würde. Darum bauen wir “Dossier”.
Wie soll Dossier funktionieren?
Ihr seht also einen Artikel und findet ihn gut. Sagen wir, es geht um die Tötung von Osama Bin Laden. Alles, was ihr machen müsst, ist, den Artikel bei uns zu verlinken (wird auch per Bookmarklet funktionieren, ähnlich wie bei Instapaper, dazu unten mehr). Habt ihr das getan, durchsucht unser System automatisch, ob dieser Artikel bereits eingegeben wurde.
Falls der Artikel schon verlinkt wurde – das dürfte der weitaus häufigere Fall sein -, dann erhält dieser spezielle Artikel einen weiteren Upvote und ihr werdet auf die Debatten-Seite weitergeleitet (in einem separaten Tab). Fertig? Fertig. Der Vorteil ist nicht nur, dass alles so schnell geht, sondern auch, dass keine Artikel doppelt eingestellt werden.
Falls nicht, gebt ihr der Debatte eine Überschrift, in diesem Fall: “Osama”. Wie bei Google Instant listen wir alle Themen auf, die mit “O” anfangen. Habt ihr das Thema gewählt, werden euch direkt passende Unterkategorien angezeigt und wenn ihr euer Subthema gefunden habt, markiert ihr das, drückt auf Okay und schon ist der Artikel für alle sichtbar und zur Abstimmung freigegeben. Wenn nicht, benennt ihr die Debatte.
Auf dieser Seite seht ihr dann, welche Artikel es noch so gibt. Ja, ihr habt einen guten Artikel gefunden, aber der ist nur auf Platz 5, weiter unten. Was ist auf Platz 1? Lest nach. Gefällt euch der Artikel, kriegt er wohl einen Upvote mehr. Gefällt er euch nicht, dann votet ihr ihn nach unten.
Euer Artikel war ein Contra-Artikel und ihr seid tendenziell auch dagegen, dass sich Angela Merkel darüber “freut”. Wie kann man nur dafür sein? Das könnt ihr direkt nachlesen, die ganze Pro-Spalte ist voll mit Argumenten.
Funktioniert das?
Klar. Jeder will Bescheid wissen, jeder will mitreden können und vor allem will keine Person fünfzig Stunden damit verbringen, die besten Artikel und Blogbeiträge mühsam selbst zu ergooglen. Wenn es aber eine Plattform gibt, die genau das verspricht und auch leisten kann, dann ist das gut für alle Seiten. Und bitte, bitte sagt uns nicht, dass Newshype genau das macht. Tut es nicht.
Das alles muss einfach sein, sonst nichts.
Genau. Darum auch das Bookmarklet. Ich will meinen Artikel nicht twittern und anschließend noch bei “Dossier” eingeben. Besser wäre eine Seite, die das alles im Hintergrund für mich macht. Eben. Zwei Möglichkeiten:
1.) Ihr verbindet den Account mit Twitter und wir schauen, was ihr so getweetet habt. Enthält ein Tweet einen Link, schauen wir, ob der im System vorhanden. Ist er das, dann wird er automatisch als Upvote gewertet.
2.) Ihr klickt das Bookmarklet, copy-pastet den Link und empfiehlt den Artikel. Euer Account twittert das automatisch.
Selbstverständlich hat Dossier noch mehr Funktionen (“Was posten meine Twitter-Followings?”, “Kann man Artikel auch kommentieren?” sind nur zwei der Fragen, die offen sind), dazu aber ein andermal mehr, um den Rahmen nicht zu sprengen.
Groß wird das. Für uns und mit euch, kchkch.



klingt cool. und nützlich. und durchdacht. applausApplaus also!
[... trotzdem ließ' mich beim lesen die idee nicht los, daß dieser artikel auch von ihm hier geschrieben sein hätte können. nimm's bitte nicht persönlich ^^.]
Warum persönlich nehmen? Quote.fm geht, soweit ich das bis jetzt verstanden habe, in eine ganz andere Richtung. Zwar auch Texte, aber mit ganz anderem Ziel und anderer Funktion.
^^ … weil ich den schreibstil meinte. als ich den kommentar schrieb, wußte ich aber auch noch nicht, daß dieser text bei euch dreien so steht *g…